Der SCR Altach ist in eine Skandal um einen Ex-Sportchef geraten. Der Mann filmte heimlich Spielerinnen in der Kabine. Die Ermittler entdeckten die Aufnahmen auf seinem Computer. 30 Spielerinnen wurden identifiziert. Der Ex-Sportchef war seit 2019 im Amt. Er galt als "Mädchen für alles" und führte handwerkliche Tätigkeiten auf dem Campus aus. "Er war immer da und hat viel investiert", erinnert Lena Rädler, die zwei Jahre in Altach spielte. Viele Jahre lang filmte er heimlich Spielerinnen, darunter Minderjährige, mit einer versteckt platzierten Smartphone-Kamera in der Umkleidekabine oder durch Schlüssellöcher. Im Herbst 2025 kamen ihm die Ermittler beinahe zufällig auf die Schliche. Eigentlich suchten die Kriminalbeamten auf seinem Computer nach illegalen pornografischen Inhalten. Dabei stießen sie nicht nur auf entsprechendes Videomaterial aus dem Darknet, sie fanden auch die heimlich gefilmten Aufnahmen aus der Altacher Umkleidekabine. Der SCR Altach erfuhr im Oktober 2025 den Namen des Beschuldigten. Der Verein verhängte unverzüglich ein "umfassendes Betretungsverbot" sämtlicher Vereinsräume für den potenziellen Straftäter. Auf Anweisung der Beamten und aufgrund ermittlungstaktischer Erwägungen wurden die Spielerinnen und deren Eltern erst knapp zwei Wochen später über die Vorfälle aufgeklärt.